Aus der Praxis · Praxis Dr. Romanos
Müdigkeit medizinisch abklären — systematisch statt raten
Müdigkeit ist eines der häufigsten Symptome in der Hausarztpraxis — und gleichzeitig eines der am schwersten einzuordnenden. Die meisten Patienten kommen, nachdem sie sich wochenlang mit „das ist halt Stress" abgefunden haben. Doch chronische Müdigkeit hat oft behandelbare Ursachen.
Wann Müdigkeit abgeklärt werden sollte
Wenn die Müdigkeit länger als 4 Wochen anhält, nicht durch Schlafmangel erklärbar ist, Ihre Leistungsfähigkeit einschränkt oder von weiteren Symptomen begleitet wird (Haarausfall, Gewichtszunahme, Konzentrationsprobleme), ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.
Was ich standardmässig abkläre
In meiner Praxis beginne ich mit einem strukturierten Labor: Blutbild, Ferritin, Vitamin B12, Vitamin D, Schilddrüse (TSH, fT3, fT4), Leber- und Nierenwerte, HbA1c, CRP. Bei Hinweisen auf Hormonstörungen ergänze ich Cortisol und Geschlechtshormone. Das deckt die häufigsten organischen Ursachen ab.
Die häufigsten Ursachen in meiner Praxis
Eisenmangel, Vitamin-D-Mangel, Schilddrüsenunterfunktion, Vitamin-B12-Mangel und Insulinresistenz sind die „Top 5", die ich bei Müdigkeit finde. Alle sind behandelbar, alle werden häufig übersehen. Details in unserem Artikel Müdigkeit: 7 medizinische Ursachen.
Was, wenn alles normal ist?
Wenn das Labor unauffällig ist, schauen wir weiter: Schlafqualität, psychische Belastung, Ernährung, Bewegung. Manchmal ist eine Schlafapnoe-Abklärung sinnvoll. Der Punkt ist: Wir hören nicht nach dem ersten normalen Blutbild auf. Müdigkeit verdient eine gründliche Abklärung.
Nächster Schritt: Vereinbaren Sie eine Konsultation, um Ihre Gesundheit im Detail zu besprechen.
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